Spätestens seit der Verfilmung von „Herr der Ringe“ ist Neuseeland als Urlaubsland für Abenteurer und Backpacker-Touristen so beliebt wie nie zuvor. Der ein oder andere plant auch einen Work & Travel-Aufenthalt in dem im Pazifik gelegenen Inselstaat oder möchte sogar nach Neuseeland auswandern. Dieser Wunsch rührt nicht nur von den malerischen Landschaften, die von kilometerlangen Stränden mit einsamen Buchten, zerklüfteten Gebirgsketten und bizarr anmutenden Vulkanen bis hin zu subtropischen Regenwäldern reichen. Nein, auch kulturell hat Neuseeland einiges zu bieten: So werden Kunstliebhaber die Holzschnitzereien der Māori, der Ureinwohner Neuseelands, gewiss zu schätzen wissen; Fans traditioneller Musik hingegen werden erstaunt sein, wie viele Dudelsack-Spieler auf der Südinsel leben. Angeblich gibt es in Neuseeland sogar mehr Dudelsäcke als in Schottland.
Wer all das einmal hautnah erleben möchte, sollte seine Neuseeland-Reise auf alle Fälle gut planen. Zur Einreise ist ein Reisepass notwendig, der noch mindestens drei weitere Monate gilt. Aufgrund des Visa-Waiver-Abkommens brauchen Neuseeland-Touristen kein Visum, müssen laut Einreisebestimmungen allerdings ihre Hin- und Rückflug- bzw. Weiterreisetickets sowie einen Nachweis über ausreichende Finanzmittel vorlegen, bevor sie einreisen können.
Da sich Neuseeland ausgezeichnet für eine Rundreise eignet, sind vorherige Überlegungen hinsichtlich Fahrzeug und Unterkunft ratsam. Das Land mit einem Mietwagen zu erkunden, hat den Vorteil, dass man die Reiseroute selbst bestimmen kann. Außerdem ist in Neuseeland aufgrund der dünnen Besiedlung kaum mit Staus zu rechnen. Das Mietauto kann bei internationalen Autoverleihern im Voraus gebucht werden; der Fahrer sollte allerdings mindestens 25 Jahre alt sein. Ein internationaler Führerschein ist von Vorteil, aber kein Muss. Generell zu beachten ist das Linksfahrgebot.
Zunehmend beliebter bei Touristen wird auch die Wohnmobilvermietung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Touristen, die im Wohnmobil durch Neuseeland reisen, sparen sich die Kosten für teure Unterkünfte. Andererseits muss eine Herberge in Neuseeland nicht zwangsläufig teuer sein: Überall im Land gibt es Backpacker-Hostels, Lodges und Privatzimmer mit günstigen Bed- & Breakfast-Angeboten. Eine Buchung im Voraus ist nur in der Hauptsaison von Dezember bis Februar sowie ganzjährig in der neuseeländischen Hauptstadt Wellington ratsam, da sie einer der größten Tourismus-Magnete ist. Sehenswürdigkeiten wie das Beehive, ein bienenstockförmiges Bürogebäude des neuseeländischen Parlaments, die geschichtsträchtige Cable Car-Straßenbahn oder die neugotische Old St. Paul's Kathedrale prägen das Stadtbild von Wellington; aber auch Ausgehviertel wie Te Aro mit unzähligen Kinos, Bars und Nachtclubs ziehen Besucher aus aller Welt an.
Fernab der Großstädte ist Neuseeland jedoch nicht weniger interessant. Durch die isolierte Meereslage der beiden Inseln hat sich dort eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt. Tiere wie den flugunfähigen Kiwi, Kea-Papageien und bestimmte Pinguinarten sieht man nur in Neuseeland in freier Wildbahn. Je nach Jahreszeit sind diese Tiere an unterschiedlichen Plätzen im Landesinneren oder an den Küsten zu finden, denn das neuseeländische Klima ist zwar das ganze Jahr über recht stabil, dennoch gibt es wärmere und kältere Monate. Am wärmsten ist es Anfang des Jahres, also genau dann, wenn es in Europa kalt ist. Die beste Reisezeit ist deshalb von Oktober bis April, wenn das Wetter in Neuseeland unserem Sommer entspricht. In dieser Zeit beträgt die Zeitverschiebung plus 12 Stunden, in den übrigen Monaten nur plus 10 Stunden.
Daten
| Bevölkerung |
415.170 (2005 ca.) |
| Fläche |
270.534 km2 |
| Kontinent |
Australien & Ozeanien |
| Hauptstadt |
Wellington |
| Währung |
Neuseeland-Dollar |
| Sprache |
Englisch, Maori |
| Vorwahl |
+64 |
| Ländercode |
NZ, NZL |
Städte in Neuseeland